DIE BÜCHSE DER PANDORA

Sonntag, 9. August 2026
CLASSICS
Beginn: 15:30 Uhr
Eintritt: 20,- EUR
Kino

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DIE BÜCHSE DER PANDORA

Deutschland 1929
143 MIN • FSK ab 12
REGIE Georg Wilhelm Pabst
BUCH Georg Wilhelm Pabst, Ladislaus Vajda, Joseph Fleisler
MIT Louise Brooks, Fritz Kortner, Franz Lederer, Carl Goetz u. a.

Der Film nach Motiven von Frank Wedekind entwickelt den Sog eines Abwärtsstrudels: vom luxuriösen Berliner Varieté über ein illegales Spielschiff bis in den tödlichen Nebel Londons. Lulu, gleichermaßen unschuldig, amoralisch und absolut zerstörerisch, bleibt sich treu, während die Welt um sie herum zerbricht. Louise Brooks, die gerade in dieser Rolle zum vielleicht ikonischsten Flapper mit Bubikopf avanciert, verkörpert sie nicht als berechnendes Biest, sondern als reine Projektionsfläche für männliche Obsessionen.

Der Stummfilm wird live auf dem Klavier begleitet von WOLF DOBBERTHIN.

WOLF DOBBERTHIN gehört zu den vielfältigsten Musikern der Region und ist ein musikalischer Stammgast der Filmfestspiele. Über die Jahre hat er schon viele Stummfilme an verschiedenen Instrumenten begleitet.

 

 

DER FILM DER GOLDENEN ZWANZIGER – EIN PODIUMSGESPRÄCH

Beginn: 18:00 Uhr
Eintritt: frei
Kino

Im Anschluss an den Film findet im Kino ein Gespräch zum Kino der Goldenen Zwanziger und damit der Weimarer Republik statt. Mit den expressionistischen Schatten, fliegenden Kameras und formalen Experimenten war sie eine der vielfältigsten Perioden der gesamten Filmgeschichte, die spätestens 1933 ein Ende fand. Seit Siegfried Kracauers Werk Von Caligari zu Hitler wurde aber immer wieder auch die Frage gestellt, was diese Filme über ihre Zeit und das, was danach kam, sagen.

Foto: © DOK.fest München

RÜDIGER SUCHSLAND ist Autor, Filmkritiker, Journalist und Filmemacher. Aufgewachsen in Frankfurt studierte er in München Geschichte und Philosophie. Seit Ende der 1990er Jahre ist er als Filmkritiker für zahlreiche Publikationen tätig, darunter die Frankfurter Allgemeine Zeitung, den Filmdienst und Deutschlandfunk. Mit zwei Filmen zur deutschen Filmgeschichte erhielt er internationale Preise. „Von Caligari zu Hitler“ (2014) über das Kino der Weimarer Republik und „Hitlers Hollywood“ (2017) über das Filmschaffen in der Zeit des Nationalsozialismus.

Foto: © Steffen Fuchs

ALEXANDRA VINZENZ ist promovierte Kunsthistorikerin und seit 2023 Akademische Rätin am Institut für Europäische Kunstgeschichte der Universität Heidelberg. Ihre orschungsschwerpunkte liegen in der Moderne und Gegenwart, insbesondere in den Interaktionen zwischen Kunst, Musik, Theater und Populärkulturen. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit gilt der Theorie und Geschichte des Films sowie dem Stummfilm.