CLASSICS

Das Thema des Kultursommers für dieses Jahr lautet „Die Goldenen Zwanziger“. Obwohl wir uns in unseren aktuellen Wettbewerben schon den gegenwärtigen Zwanzigerjahren widmen, ist dies auch ein guter Anlass, um hundert Jahre zurückzublicken: auf ein Jahrzehnt, das besonders für den Deutschen Film das interessanteste überhaupt sein mag. Während dieser Filmfestspiele gibt es so viele Stummfilme zu sehen wie noch nie zuvor.

Die Reihe beginnt mit einem Gespräch zur Ästhetik des Films in der Weimarer Republik mit dem Filmkritiker Rüdiger Suchsland und der Kunsthistorikerin Alexandra Vinzenz. Am selben Tag wird zunächst Wolf Dobberthin DIE BÜCHSE DER PANDORA von G. W. Pabst live vertonen; später wird Stephan Graf von Bothmer ZUFLUCHT, einen Berlin-Heimatfilm, an der Orgel der Stephanskirche begleiten.

Es folgen im weiteren Verlauf der Filmfestspiele die Hamburger Akkordeonistin Natalie Böttcher mit dem Film DIE CARMEN VON ST. PAULI sowie das Duo M-Cine aus Köln, das – passenderweise – den Film SAXOFON SUSI an Klavier und Saxofon begleitet.

Wir freuen uns besonders, dass mit Christine Marx auch eine lokale Kirchenmusikerin wieder einen Stummfilm während der Filmfestspiele begleitet. Dabei handelt es sich um F. W. Murnaus Klassiker TARTÜFF. Zuletzt zeigen wir einen Film, der deutlich später entstand, sich aber mit den letzten Jahren der Weimarer Republik und dem Untergang im Nationalsozialismus beschäftigt: DIE COMEDIAN HARMONISTS. Allerdings anstelle von offensichtlich dann nicht nur mit noch mehr Musik, sondern auch mit Ton im Film.